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Samstag, 29.7. – Dienstag, 1.8.2017, Ausflug in die Vogesen

Was weniger mit dem Datum des 1. August, als ein wenig mit den fliegerischen und sehr viel mit den gesellschaftlichen Aspekten zu tun hat. Am Samstag, bei besten Bedingungen, warten wir freiwillig mit Starten, denn mit uns sind noch 120 Wettkampfpiloten und -pilotinnen des Pfalz-Alsace-Open am Startplatz Le Treh, und wann hat man schon mal so viele Dummies... Als um 14.00 h deren Luftstart erfolgt ist, sind dafür nachher die Schläuche und Aufwindgebiete, aber auch die Absaufzonen, immer bestens markiert. Hätte man abends einige unserer GPS-Tracks analysiert, wären wir wohl 121. bis 131. geworden – unsere beiden Frauen aber garantiert 6. und 7., hätten also olympische Diplome geholt!

 

Fliegerisch ist’s die Tage danach nicht mehr ganz so gigantisch weiter gegangen, gelegentlich haben wir den Startplatz ganz für uns, nicht mal die lokalen Bipläcler sind am Berg. Vielleicht, weil die Meteo-Prognosen starken Wind oder sonst ungünstiges Wetter vorausgesagt haben. Und wer nicht fliegen will, geht dann eben Biken, Boule spielen, d.h, eine nicht so ruhige Kugel schieben, mit dem Hund 'Waldi' ('Gassi' gehen passt an dem Ort jetzt gar nicht) oder nach Mulhouse in den Decathlon shoppen – und verpasst vielleicht damit das fliegbare Zeitfenster des Tages?

Erwähnenswert sind noch das berühmte Château Zuber von letztem Mal, das am selben Stellplatz diesmal mit der Lupe gesucht werden muss - Heinz' Zelt ist eher was zum Anziehen. Dafür wird Zubers diesjährige Unterkunft von Gartenzwergen bewacht. Landi zieht die Säbelzahntiger-Methode vor.

Aber eben, gesellschaftlich, was das für ein Feuerwerk gewesen ist! 18 Personen sowie ein Hund auf dem Zeltplatz und spendierte Nachtessen von Kari, oder Thomas und Katrin, spendierte Schoko-Mousse-Torte von Barbara, spendierte Getränke in jeglicher Wein-Form, ebenso wie bach-gekühlte Kronenbourg oder Burgdorfer, gebrannte und ungebrannte Wasser, alles von zahlreichen Spendern.

Nicht zu vergessen das Brot, das morgendlich am Empfang vorne fast immer von Marianne und Rolf geholt – und bezahlt – worden ist.

Oder das gemeinsame Zubereiten und Kochen, seien es Karis Schweinsforellen-Eintopf, Petras grandioses Risotto ai funghi, oder die Salate, oder das Holzen für Marc und Maras Feuerschalengrill. Man staunt manchmal nicht schlecht, wer mit welcher handwerklichen Fertigkeit – und Werkzeug, gell Christoph - am Hantieren ist. Oder Abwaschende, die dreckiges Geschirr einfach einsammeln und sauber zurückbringen, und es ist eben längst nicht nur ihres. Oder fleissige Heinzelmännchen (wie heissen die weiblichen Exemplare davon, Frauchen?), die die zahlreichen leeren Flaschen entsorgen, bevor morgens dann mit klarer(er) Birne realisiert wird, was da abendlich durch die Kehlen geronnen ist. Oder Leute am Landeplatz helfen einander beim Zusammenlegen der Schirme, oder, oder, oder.

Schlicht grossartig, vielen, vielen Dank. Ein anderer GCE-Chronist würde jetzt formulieren: obenuse…
Ich sage bloss: huere Mulaffe halt!

Kein Wunder, wird auf die Frage, ob man den letzten Abend auswärts essen gehe, entschieden, man bleibe lieber in der GCE-Wagenburg und grilliere nochmals zusammen. Mitgeholfen hat dabei sicher auch Petrus’ Einsehen, uns diese Tage mit Gewittern und ausgiebigen Regengüssen zu verschonen. Gelegentlich setzt es ein paar Tropfen ab, am Berg, in der Luft oder am Boden, aber das ist es dann auch schon gewesen, obwohl es wirklich labil und die letzten zwei Tage schwül-heiss gewesen ist. Glücklicherweise ist der Stausee in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes Schlossberg, der dann auch zur Abkühlung oder zum SUPen benutzt wird.

Als Organisator danken möchte ich zudem allen Auto- und Töffbesitzern, sowie Fahrerinnen und Fahrern, die es möglich gemacht haben, zum Startplatz hoch zu kommen, die Fahrzeuge wieder hinunter zu bringen, oder Leute in der Pampa einzusammeln, ohne auf Taxis, Flugschul-Shuttles oder andere Drittanbieter angewiesen zu sein. Auch das alles andere als selbstverständlich, angesichts von bis zu 14 Flugwilligen.

Auf dem Zeltplatz hat es ein Franzosen-Auto gehabt, verziert mit einem witzigen Kleber: «sleep, climb, eat, repeat». Dieser Kleber sollte für den GCE leicht angepasst werden in «sleep, fly, drink, eat, repeat»…

Vorstellbar wäre auch eine Namensergänzung des GCE in Gourmet-Club Emmental, etwas für die nächste HV?

«Repeatet» sollte auf jeden Fall dieser tolle Vogesen-Ausflug – also, bis zum nächsten Mal!

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